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Was Sie wissen sollten...

... sich Zeit nehmen für die Therapie

Eine psychotherapeutische Behandlung erfordert ein gewisses Maß an Zeit und Aufmerksamkeit, denn schließlich geht es ja darum, im Denken, Handeln oder Fühlen etwas zu verändern. Das kann man nicht mal eben zwischendurch erledigen. Die Erfahrung zeigt, dass für manche Menschen nicht der richtige Zeitpunkt gekommen ist, eine Behandlung zu beginnen. Dies ist immer dann der Fall, wenn das Leben so voll gepackt ist, dass kein Raum für die Beschäftigung mit sich selbst besteht.

... regelmäßiges Erscheinen

Die regelmäßige Teilnahme an Therapiesitzungen ist eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie. Ähnlich wie bei vielen Medikamenten, kann eine therapeutische Wirkung nur dann erzielt werden, wenn die Behandlung regelmäßig erfolgt. Zu weite Abstände sind meist ungünstig für den Therapieerfolg. Dies gilt auch für das häufige Absagen oder Nicht-Einhalten von Terminen. Falls Sie nicht in der Lage sind, regelmäßig zu kommen oder sich an Termine zu halten, dann überdenken Sie noch einmal Ihre Entscheidung für eine Psychotherapie.

... Alkohol in Maßen - keine Drogen

Sollten Sie regelmäßig bzw. täglich Alkohol trinken bzw. gelegentlich oder regelmäßig Drogen nehmen, dann sollten Sie zunächst Ihr Suchtproblem bearbeiten. Wenden Sie sich am besten an eine Suchtberatungsstelle oder an das Blaue Kreuz. Es hat sich gezeigt, dass Suchtprobleme einer erfolgreichen Therapie im Wege stehen, denn Sie benötigen einen klaren Kopf.

... Mitarbeit und Hausaufgaben

Eine Psychotherapie ist anders als das, was Sie bei anderen Ärzten erleben, denn es hängt auch wesentlich von Ihrer Mitarbeit ab, ob sich etwas an Ihrem Problem oder Ihrer Erkrankung verändern lässt. In einer verhaltenstherapeutischen Therapie werden häufig sogenannte "Hausaufgaben" aufgegeben. Hierbei handelt es sich um kleinere Aufgaben oder Übungen, die sie zwischen den Sitzungen erledigen sollen und die teils dazu dienen, Ihre Erkenntnisse im Leben umzusetzen. Natürlich bekommen Sie keine Noten dafür, aber es ist für eine Veränderung wichtig, dass Sie sich auch zwischen den Terminen mit den Veränderungsschritten auseinandersetzen.

... Motivation zur Veränderung

Oft sind Veränderungen von Gedanken, Verhaltensweisen und Gefühlen nicht ganz einfach und es braucht meist etwas Mühe und Anstrengung, gegen seine alten Muster anzukämpfen. Dafür benötigt man eine gewisse Motivation. Manchmal gibt es aber auch eher eine Motivation zur Beibehaltung von Problemen. Dies ist oft der Fall, wenn zum Beispiel die Erkrankung auch Vorteile bringt, wie z.B. die Befreiung von einer ungeliebten Arbeit oder die Gewährung oder Verlängerung einer Rente. Solche Konstellationen sind häufig für die Genesung nicht zuträglich und manchmal machen sie eine wirkliche Veränderung so gut wie unmöglich und daher eine Psychotherapie nicht sinnvoll durchführbar.